Mit Jennifer stellte Swafing auf der Hausmesse im August 2023 einen besonders kräftigen Baumwollstrick vor. Die ausgeprägte Maschenstruktur verleiht dem Stoff eine markante Oberfläche und macht ihn zu einem interessanten Material für selbst genähte Strickbekleidung.
Jennifer unterscheidet sich durch seine grobe Strickoptik und das hohe Flächengewicht von vielen leichteren Bekleidungsstoffen. Gerade für Kleidungsstücke, bei denen die Struktur des Materials sichtbar zur Geltung kommen soll, bietet dieser Baumwollstrick interessante Gestaltungsmöglichkeiten.
Jennifer – kräftiger Strick aus reiner Baumwolle
Jennifer besteht aus 100 % Baumwolle und besitzt ein Flächengewicht von etwa 615 g/m². Damit gehört er zu den besonders schweren Strickstoffen. Die Stoffbreite beträgt 140 cm.
Das charakteristische Merkmal ist die deutlich erkennbare Maschenstruktur. Sie bestimmt nicht nur die Optik, sondern beeinflusst auch die Wirkung des fertigen Kleidungsstücks. Während feine Strickstoffe häufig eine zurückhaltende Oberfläche besitzen, steht bei Jennifer die grobe Struktur im Mittelpunkt.
Das hohe Stoffgewicht sollte bereits bei der Planung eines Nähprojekts berücksichtigt werden. Besonders bei längeren Kleidungsstücken kann das Eigengewicht eine Rolle spielen. Deshalb lohnt es sich, ein Schnittmuster auszuwählen, das für kräftige Strickmaterialien geeignet ist.
Die Farbvarianten der Swafing-Kollektion
Im Zusammenhang mit der Swafing-Hausmesse August 2023 wurde Jennifer in fünf Varianten vorgestellt:
- Jennifer 255

- Jennifer 299

- Jennifer 366

- Jennifer 932

- Jennifer 936

- Die unterschiedlichen Artikelvarianten ermöglichen verschiedene Kombinationen mit anderen Materialien und Kleidungsstücken. Da die grobe Maschenstruktur bereits einen deutlichen gestalterischen Akzent setzt, können auch einfache Schnitte interessant wirken.
Die Nummern bezeichnen die im Magazin aufgeführten Varianten. Eine eindeutige Zuordnung zu Farbnamen liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.
Welche Kleidungsstücke lassen sich aus Jennifer nähen?
Ein kräftiger Baumwollstrick wie Jennifer bietet sich vor allem für Kleidungsstücke an, bei denen die Struktur des Stoffes bewusst sichtbar bleiben soll. Besonders interessant sind unkomplizierte Schnittführungen, die das Material in den Vordergrund stellen.
Pullover: Schlicht geschnittene Pullover können die ausgeprägte Maschenoptik besonders gut zur Geltung bringen. Bei der Auswahl des Schnittmusters sollten Stoffgewicht und erforderliche Dehnbarkeit berücksichtigt werden.
Cardigans und Strickjacken: Offene Oberteile sind eine weitere Möglichkeit, Jennifer zu verarbeiten. Je nach Schnitt können daraus kurze Jacken oder längere Cardigans entstehen. Bei längeren Modellen ist das hohe Eigengewicht des Stoffes besonders wichtig.
Boleros: Auch kürzere Überziehjacken sind denkbar. Durch ihre kompakte Form können sie die markante Strickstruktur hervorheben und mit schlichten Kleidern oder Oberteilen kombiniert werden.
Wärmende Oberteile: Für die kühlere Jahreszeit können aus dem schweren Baumwollstrick Oberteile entstehen, die sich über leichterer Kleidung tragen lassen. Wie warm das fertige Kleidungsstück tatsächlich ist, hängt unter anderem von der Maschendichte und dem gewählten Schnitt ab.
Jennifer richtig zuschneiden und verarbeiten
Grob strukturierte Strickstoffe benötigen beim Nähen etwas Aufmerksamkeit. Besonders wichtig ist, dass sich das Material beim Zuschneiden und unter der Nähmaschine nicht unnötig verzieht.
- Stoff vor dem Zuschneiden vorbereiten: Die Pflegehinweise des Herstellers beachten und gegebenenfalls das Einlaufverhalten an einem Probestück prüfen.
- Material flach auslegen: Beim Zuschneiden darauf achten, dass die Maschenstruktur nicht verzogen wird und der Stoff möglichst spannungsfrei liegt.
- Geeignete Nadel verwenden: Eine passende Jersey– oder Stretchnadel kann sinnvoll sein. Die Auswahl sollte anhand eines Probestücks erfolgen.
- Elastische Nähte prüfen: Je nach Dehnbarkeit des Stoffes können elastische Stiche oder eine Overlocknaht geeignet sein.
- Nahtzugaben sichern: Bei einer offenen oder groben Maschenstruktur sollte geprüft werden, wie sich die Schnittkanten verhalten und ob zusätzliche Sicherung notwendig ist.
- Schwere Stoffpartien unterstützen: Beim Nähen sollte das Material möglichst nicht von der Nähmaschine herunterziehen, damit die Nähte nicht ausgedehnt werden.
Da die genaue Dehnbarkeit und das Verhalten der Schnittkanten nicht angegeben sind, empfiehlt sich vor dem eigentlichen Nähprojekt eine kleine Nahtprobe. So lässt sich feststellen, welche Einstellungen und Verarbeitungstechniken für Jennifer am besten funktionieren.
Jennifer mit anderen Stoffen kombinieren
Durch seine auffällige Oberflächenstruktur eignet sich Jennifer als Blickfang innerhalb eines Outfits. Ein selbst genähter Cardigan aus dem Baumwollstrick kann beispielsweise mit einem schlichten Jerseyshirt und einer einfarbigen Hose kombiniert werden.
Auch bei der Gestaltung einzelner Kleidungsstücke sind Kombinationen denkbar. Allerdings sollten unterschiedliche Stoffgewichte und Dehneigenschaften berücksichtigt werden, damit die Materialien später gut zusammenarbeiten.
Produktdaten von Swafing Jennifer im Überblick
| Eigenschaft | Angabe |
|---|---|
| Hersteller | Swafing |
| Stoffname | Jennifer |
| Swafing-Artikelnummer | 082155 |
| Kollektion | Swafing Hausmesse August 2023 |
| Stoffart | Grob strukturierter Baumwollstrick |
| Materialzusammensetzung | 100 % Baumwolle |
| Flächengewicht | ca. 615 g/m² |
| Stoffbreite | 140 cm |
| Varianten | 255, 299, 366, 932, 936 |
| Lieferangabe im damaligen Magazin | September 2023 |
Ein besonderer Baumwollstrick der Swafing-Hausmesse 2023
Mit Jennifer zeigte Swafing im August 2023, wie vielseitig sich Strickstoffe auch außerhalb klassischer Feinstrickqualitäten einsetzen lassen. Die Kombination aus reiner Baumwolle, hohem Stoffgewicht und deutlich sichtbarer Maschenstruktur verleiht dem Material einen eigenständigen Charakter.
Besonders für Pullover, Cardigans und kürzere Strickjacken bietet Jennifer interessante Möglichkeiten. Entscheidend ist dabei die Wahl eines geeigneten Schnittmusters, das sowohl zur Struktur als auch zum Gewicht des Stoffes passt. So kann aus einem vergleichsweise schlichten Schnitt ein Kleidungsstück entstehen, bei dem vor allem das Material selbst im Mittelpunkt steht.
Bezugsquelle: